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Mai 1980 - November 1981

Protest gegen Startbahn West

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Die Startbahn West nach ihrer Fertigstellung
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Der Betonzaun an der geplanten Startbahn West

Die Planungen für eine neue Startbahn am Flughafen von Frankfurt am Main stießen in der Bevölkerung auf erheblichen Widerstand. Die Proteste gegen die Startbahn West waren ein wesentlicher Teil der Umweltbewegung. Nicht nur junge Leute nahmen daran teil  - die Proteste gegen die Startbahn wurden von vielen Anwohnern mitgetragen.

129 Hektar Wald sollten der neuen Startbahn weichen. Auch der Fluglärm würde durch die Erweiterung noch einmal zunehmen. Ab Mai 1980 begannen die Proteste. Mitglieder einer Bürgerinitiative gegen die Startbahn errichteten eine Hütte, wo Spaziergänger über die Situation informiert werden sollten. Ab Herbst 1980 wurden weitere Hütten erbaut.

Am 2. November 1980 demonstrierten etwa 15.000 Menschen gegen die bevorstehende Rodung der Bäume. Am 6. Oktober 1981 wurde das bereits gerodete Gebiet besetzt und von der Polizei wieder geräumt. Ein 2,5 m hoher Betonzaun wurde am 11. Oktober errichtet, um die Arbeiten ungestört fortsetzen zu können. Es kam zu harten Auseinandersetzungen und der Tag blieb als "Blutsonntag" in Erinnerung. Am 2. November wurde schließlich auch das Hüttendorf polizeilich geräumt. Es kam wieder zu gewalttätigen Auseinandersetzungen dabei.

Am 14. November 1981 gingen in Wiesbaden 120.000 auf die Straße, um gegen die Startbahn-Pläne zu demonstrieren. Am 15. November kam es zu Protesten in Frankfurt, bei denen sowohl der Flughafen als auch Autobahnen blockiert wurden. In der Innenstadt kam es in der folgenden Woche zu täglichen Protestveranstaltungen.

Der Bau der Startbahn konnte letztlich nicht verhindert werden. Am 12. April 1984 wurde die Startbahn eröffnet. Gegen die Inbetriebnahme wurde am 14. April an der Betonmauer im Wald von etwa 15.000 Menschen demonstriert. In den folgenden Jahren beschränkte sich der Protest auf wöchentliche "Sonntagsspaziergänge" an die Betonmauer.


 
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