Bundestagswahlen 1983 - Wahl zum 10. Deutschen Bundestag

06.03.1983

Bundestagswahl 1983

Nach den letzten Wahlen im Jahr 1980 fanden 1983 wieder Bundestagswahlen statt. Durch das Stellen der Vertrauensfrage im Dezember 1982 hatte Helmut Kohl (CDU) nämlich erreicht, dass es vorgezogene Neuwahlen gab. Er wollte sich und seine Regierung damit bestätigen lassen. Diese Bundestagswahlen 1983 fanden am 6. März statt. Es waren die Wahlen zum 10. Deutschen Bundestag.

Als Kanzlerkandidat für die SPD trat Hans-Jochen Vogel an. Er war bis 1981 Justizminister gewesen, danach bis Juni 1981 Regierender Bürgermeister von Berlin. Helmut Kohl als Bundeskanzler wurde von den Wählern im Amt bestätigt, so wie er es angestrebt hatte. Erstmals kamen die Grünen in den Bundestag.

 

Das Wahlergebnis von 1983

Die CDU erreichte mit 48,8 Prozent ein sehr gutes Ergebnis und konnte 4,3 Prozent an Stimmen dazugewinnen. Es war ihr zweitbestes je erzieltes Ergebnis (nach 1957 mit 50,2 Prozent).

Die SPD hingegen verlor 4,6 Prozent Stimmen und war mit 38,2 Prozent der Wahlverlierer. Es war ihr schlechtestes Ergebnis seit 1961.

Auch die FDP verlor, blieb aber mit 7 Prozent im Bundestag vertreten.

Erstmals zogen die Grünen in den Bundestag ein. Sie erhielten 5,6 Prozent. Damit gab es seit 1957 auch erstmals wieder vier Fraktionen im Bundestag.

Die Stimmenverteilung nach der Wahl 1983:

CDU/CSU 48,8 % (plus 4,3 Prozent)
SPD         38,2 % (minus 4,6 Prozent)
FDP           7,0 % (minus 3,6 Prozent)
Grüne        5,6 % (plus 4,1 Prozent)

Von den 520 Sitzen im Bundestag nahm die Regierung nun 290 ein: 255 durch CDU/CSU und 35 durch die FDP. Die Opposition hatte 230 Sitze: Die SPD erhielt davon 202 Sitze, die Grünen 28. Helmut Kohl bildete sein zweites Kabinett.