Hintergrundbild Epoche

Frauenliteratur


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Im Zuge der neuen Frauenbewegung (siehe: Frauen bewegt) vor allem in den 70er Jahren entstand auch eine neue Literatur von und für Frauen.

Frauenbuchverlage

Anfang der 70er Jahre beschlossen immer mehr Frauen, ihre eigenen Verlage zu gründen. Hier konnten sie ihre eigenen Bücher verlegen und für die Frauenbewegung eintreten. Bekannte Frauenverlage sind z. B. Orlanda oder die Frauenoffensive. Hier erschien 1976 auch Anja Meulenbelts Kultbuch unter Feministinnen "Die Scham ist vorbei". Traditionelle Rollenbilder wurden in diesen Büchern genauso kritisiert wie die Machtverteilung zwischen Männern und Frauen.

Der kleine Unterschied

Frauenliteratur war erfolgreich in dieser Zeit. Und so sprangen auch bekannte Verlage auf diesen Zug auf. Im Fischer-Verlag erschien 1975 wohl eines der bekanntesten Bücher der Frauenbewegung: "Der kleine Unterschied" von Alice Schwarzer. Sie behauptete darin, dass das vorherrschende Frauenbild biologisch bestimmt sei. Männer würden die Beziehung zu einer Frau ausnutzen, um Macht zu zeigen.
Dieses Buch machte Schwarzer auf einen Schlag bekannt. Manche stimmten ihr sofort zu, andere empörten sich und beschimpften Schwarzer. In den Medien wurde sie als "Männerschreck" oder "frustrierte Tucke" bezeichnet. In jedem Fall war ihr Buch der Anstoß für eine heftige Diskussion in der ganzen Gesellschaft.

Die Frau in der Gesellschaft

"Der kleinen Unterschied" war der Auftakt zu einer neuen Reihe, die der Fischer-Verlag "Die Frau in der Gesellschaft" nannte. Zunächst erschienen in der Reihe Sachbücher, dann viele Erfahrungsberichte von Frauen, später auch Romane. Auch andere Verlage sprangen auf diesen Zug auf und brachten eigene Frauenbuchreihen heraus.

Frauenbuchläden

Es wurden zudem viele Frauenbuchläden gegründet. Hier gibt es Bücher von Frauen für Frauen zu kaufen. Als Kundinnen werden in erster Linie eben Frauen angesprochen.


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