Die Gestapo: Angst und Schrecken

Was war die Gestapo und was machte sie?

Die Gestapo war die Geheime Staatspolizei im nationalsozialistischen Deutschland. Sie verfolgte Menschen, die das NS-Regime als Gegner betrachtete oder zu Gegnern erklärte.

Dazu gehörten politische Gegnerinnen und Gegner, Menschen im Widerstand, Jüdinnen und Juden, Sinti und Roma, Zeugen Jehovas, Männer, die den Kriegsdienst verweigerten, sowie Menschen, die sich kritisch über das Regime äußerten. Auch Menschen, die die Nationalsozialisten als „asozial“ ausgrenzten, konnten verfolgt werden.

Die Gestapo überwachte Menschen, sammelte Informationen, nahm Verdächtige fest und verhörte sie. Dabei setzte sie Gewalt ein und erpresste Geständnisse. Viele Verfolgte wurden von der Gestapo in Gefängnisse oder Konzentrationslager eingewiesen.

Warum war die Gestapo so gefürchtet?

Die Gestapo konnte weitgehend ohne rechtsstaatliche Kontrolle handeln. Wer denunziert wurde, also von anderen angezeigt wurde, konnte schnell in große Gefahr geraten. Schon die Angst vor einer Vorladung, einem Verhör oder einer Verhaftung sorgte dafür, dass viele Menschen schwiegen und sich nicht mehr trauten, offen ihre Meinung zu sagen.

Die Zentrale der Gestapo befand sich in Berlin in der Prinz-Albrecht-Straße 8. Von außen sah man nicht, was im Inneren geschah. Für viele Menschen wurde diese Adresse zu einem Ort der Angst.

Was war die Gestapa?

Gestapa war die Abkürzung für Geheimes Staatspolizeiamt. Damit war zunächst die Behörde in Preußen gemeint, aus der die Gestapo hervorging. Gestapo bedeutete dagegen Geheime Staatspolizei.

Wer gründete die Gestapo?

Die Gestapo entstand 1933 in Preußen. Eine wichtige Rolle spielte Hermann Göring, der damals preußischer Innenminister war. Er ließ im April 1933 das Geheime Staatspolizeiamt einrichten. Dieses Amt wurde auch Gestapa genannt.

Der erste Leiter war Rudolf Diels. Später wurde die Gestapo immer stärker in den Machtbereich von Heinrich Himmler und Reinhard Heydrich eingebunden. Damit wurde sie Teil des immer mächtigeren Terrorapparats von SS und Polizei.

Was geschah 1939 mit der Gestapo?

Im September 1939 wurde das Reichssicherheitshauptamt, kurz RSHA, gegründet. Dort wurden wichtige Teile des nationalsozialistischen Verfolgungs- und Terrorapparats zusammengefasst. Die Gestapo wurde im RSHA zur Abteilung IV. Damit war sie fest in den Apparat von SS, Polizei und Sicherheitsdienst eingebunden.

Kurze Fragen zur Gestapo

Was war die Gestapo?

Die Gestapo war die Geheime Staatspolizei im nationalsozialistischen Deutschland. Sie verfolgte politische Gegner und viele Menschen, die das NS-Regime ausgrenzte oder vernichten wollte.

Was bedeutet Gestapo?

Gestapo bedeutet Geheime Staatspolizei.

Was machte die Gestapo?

Die Gestapo überwachte, verhaftete und verhörte Menschen. Sie setzte Gewalt ein und konnte Menschen in Konzentrationslager einweisen.

Wer gründete die Gestapo?

Die Gestapo entstand 1933 in Preußen. Hermann Göring spielte als preußischer Innenminister eine wichtige Rolle bei ihrer Gründung.

Wo war die Gestapo-Zentrale?

Die Zentrale der Gestapo befand sich in Berlin in der Prinz-Albrecht-Straße 8. Heute befindet sich dort die Gedenkstätte Topographie des Terrors.