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Frottage
Frottage

Max Ernst war ein Künstler. Seine Werke zählen zum Dadaismus und Surrealismus. Max Ernst malte, zeichnete und schuf Skulpturen. Im Jahr 1925 erfand er zwei künstlerische Techniken. Ihre Namen, Frottage und Grattage,  klingen kompliziert, aber die Techniken selber sind ganz einfach. Den Mach-mit-Tipp zur Grattage findest du ebenfalls hier.

Das Wort Frottage kommt von dem französischen Wort frotter. Das bedeutet "abreiben". Und genau das passiert bei dieser Technik: man reibt eine Struktur auf ein Stück Papier ab. Daraus kann dann ein ganzes Bild entstehen. Max Ernst hat vor allem Fantasiewesen  wie den "Ausbrecher" von 1925 so gemalt, aber auch Landschaften. Die Idee zu dieser Technik kam ihm, als er einen Dielenboden beobachtete. Dessen Maserung übertrug er dann auf ein Blatt Papier.

Frottage
© Kirsten Wagner
Schritt 1

Du brauchst:

  • Papier
  • Bleistift (am besten geht es mit einem weichen Bleistift der Kategorie B)
Frottage
© Kirsten Wagner
Schritt 2

Um dich mit der Technik vertraut zu machen, sammle zunächst Oberflächen! Such die Gegenstände in eurer Wohnung oder auch draußen. Dann leg ein Blatt Papier auf deinen Gegenstand und rubbel ihn mit einem Bleistift durch. Ein paar Ideen: Münzen, Baumrinde, Blätter, ein Zwiebel- oder Zitronennetz, eine Küchenreibe, Knöpfe, Kamm. Toll sind auch alte Steinmauern oder Holzbretter.

Frottage
© Kirsten Wagner
Schritt 3

Deine Sammlung kann zum Beispiel so aussehen.

Frottage
© Kirsten Wagner
Schritt 4

Experimentiere mit deinem Material: Drehe es weiter, reibe es mehrmals übereinander, benutze Bleistifte verschiedener Härten.

Frottage
© Kirsten Wagner
Schritt 5

Nun kannst du mehrere grafische Strukturen zu einem Bild zusammenfügen. Max Ernst gestaltete auf diese Weise gerne Landschaften und Fantasiewesen.

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