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China: Die Neue Kultur und die Bewegung des 4. Mai


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Cai Yuanpei, einer der Befürworter der Neue-Kultur-Bewegung. Er war Rektor der Peking-Universität.
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Studenten versammelten sich in Peking während der Bewegung des 4. Mai.

Neue-Kultur-Bewegung

Seit 1912 war China eine Republik. Doch das Land kam nicht zur Ruhe. Bis 1928 versuchten mehrere Regierungen das Land von Peking aus zu regieren. Peking ist heute die Hauptstadt von China und liegt im Norden des Landes. Es bildete sich ab etwa 1915 eine Bewegung für eine Neue Kultur. Das Land sollte sich nach Ansicht ihrer Anhänger einer Modernisierung öffnen.

Die chinesische Kultur empfanden sie als rückständig. Dazu gehörte altes Brauchtum wie das Füßebinden, das zwar 1911 verboten worden war, aber dennoch weiter praktiziert wurde. Auch die alte Ansicht, das China das Zentrum der Welt und aller Zivilisation sei, wollten die Anhänger der Bewegung beenden. Alte feudalistische Strukturen wollte man aufbrechen, Gleichheit und Demokratie wurden Schlagworte, auch für die Gleichberechtigung der Frau trat man ein.

Die Bewegung des 4. Mai

Im Versailler Vertrag sollte geregelt werden, dass die deutsche Kolonie Kiautschou nicht an China zurückging, sondern an Japan gehen sollte. Geheime Abkommen zwischen Großbritannien und Frankreich einerseits und Japan andererseits hatten dies schon während des Krieges beschlossen. Die Chinesen waren empört und fühlten sich benachteiligt.

Das führte zur Bewegung des 4. Mai im Jahre 1919. Tausende von Studenten protestierten, weitere Demonstrationen mit Menschen aus allen Gesellschaftsschichten folgten. Die Forderung nach einer Neuen Kultur fand hier ihren Ausdruck auf breiter Basis. Die chinesischen Abgesandten weigerten sich daraufhin, den Vertrag zu unterzeichnen.

Die Bewegung des 4. Mai stellt auch den Beginn einer Auseinandersetzung mit dem Sozialismus und Kommunismus dar, während auf der anderen Seite rechte Tendenzen sichtbar wurden. Der Konflikt zwischen beiden Polen führte schließlich zum Bürgerkrieg.


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