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Kratzige Strümpfe und weiße Lackschuhe: Kinderkleidung


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Zum Spielen trugen die Jungs meist kurze Hosen und Hemd. Oft waren es Lederhosen, die mit Hosenträgern gehalten wurden. Auch hier war das Hineinwachsen erlaubt. Zu diesen Hosen trugen Jungs auch schon mal Baumwollstrümpfe, auch das gab es.
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Mädchen trugen meist Röcke und Kleider.

Besonders hohe Ansprüche an Kinderkleidung erhob man noch nicht in den 50er Jahren. Auch wenn die Mode durchaus Thema war, für die Kinder sollte es in erster Linie praktisch sein. So erbten die jüngeren Geschwister meist die Kleidungsstücke der älteren. So mancher Rock, manche Bluse, manche Hose ging durch mehrere Kindergenerationen und sah dann auch dementsprechend aus. Die Jüngsten fanden das dann gar nicht so gut, immer wieder die abgelegten Kleider ihrer älteren Geschwister zu "erben".

Kleider wurden "repariert", solange es möglich war

Auch trug man die Kleider so lange, bis man endgültig herausgewachsen war. Heutzutage werden Kleider oft schnell weggeworfen, im besten Fall landen sie auf dem Flohmarkt. In den 50er und 60er Jahren wurden die Kleider- und Hosensäume meist ausgelassen. Pulloverärmel verlängerte man auch schon mal mit einem angestrickten Bündchen. Es wurde gestopft und ausgebessert, wo es nur ging. Bei Löchern wanderte ein Kleidungsstück nicht so schnell in der Altkleidersammlung, wozu gab es ein Stopfei? Kennst du das nicht?  

Die Jungs trugen meist kurze Stoffhosen oder auch Lederhosen und dazu karierte Hemden. Im Winter gab es dazu dann lange Wollstrümpfe, einen Pullover oder eine Strickjacke. Wer Glück hatte, entkam den Wollhosen und trug eine lange Cord- oder Stoffhose.

Mädchen mit Wollstrümpfen

Die Mädchen hatten weniger Glück, da waren im Winter die Wollstrumpfhosen Pflicht, wurden sie doch unter den Röcken und Kleidern getragen. Hosen für Mädchen kamen erst Ende der 50er auf, bis dahin blieben den Mädchen die Röcke - meist waren es auch Trägerröcke - mit den langen, meist kratzigen Strümpfen nicht erspart. Oft schützte man die Röcke dann mit einer Schürze, damit der Rock nicht so schnell fleckig wurde. Beliebt waren auch weiße Kragen. 

Sonntag war ein Ausnahmetag - da wurde es "schick"

Sonntag war ein besonderer Tag und da wurden auch die Kinder schick gemacht. Am Sonntag wurden die "guten Sachen" angezogen. Die Mädchen trugen weiße Strümpfe, die Schürze war gestärkt und das Tollste waren die Lackschuhe, gerne auch in weißer Farbe. Die waren manchmal auch zu klein oder zu groß. Nicht für jede Fußgröße konnte ein neuer Lackschuh gekauft werden, da musste ein Paar schon mal eine ganze Weile halten.


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