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Die McCarthy-Ära


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Joseph McCarthy

Die McCarthy-Ära wurde nach einem US-amerikanischen Senator namens Joseph McCarthy benannt. Dieser hatte das Senatorenamt zwar nur fünf Jahre inne, prägte aber mit seinem Namen einen Zeitraum von Ende der 40er bis Mitte der 50er Jahre. John McCarthy bekämpfte den Kommunismus und vor allem die Kommunisten in den USA. Und all diejenigen, die er für Kommunisten hielt.

Feindschaft mit den Kommunisten

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges waren die Spannungen zwischen den USA und der Sowjetunion gewachsen und mündeten in den "Kalten Krieg". Die Feinde der Amerikaner waren jetzt nicht mehr die Hitler-Deutschen, sondern Russen und Chinesen. Bei der Sowjetunion und China handelte es sich um kommunistische Systeme. In der Zeit zwischen 1950 und 1956 erreichte die Feindschaft gegenüber den Kommunisten ihren Höhepunkt. McCarthy musste die Angst der Amerikaner vor "den Roten", so bezeichnete man die Kommunisten, nur aufgreifen. Diese besaß sehr viel ältere Wurzeln und führt in die Zeit der 20er Jahre zurück.

Angst als Grundlage der Politik

McCarthy machte diese Angst zur Grundlage seiner Politik. Er verfolgte alle, die er für Kommunisten hielt. Darunter waren nicht nur Politiker. Auch Schauspieler wurden zum Opfer einer gnadenlosen Hetzkampagne. So befürchteten viele Amerikaner, sie würden von Kommunisten unterwandert. Es mussten sich vor allem Angestellte des Staates rechtfertigen und nachweisen, keine Anhänger des Kommunismus zu sein. Trotzdem kam es zur Entlassung von mehr als 8000 Beamten und auch Angehörigen des Militärs. Es genügte schon, einen angeblichen Kommunisten irgendwo in der Familie zu haben, und man saß in der Falle.

Nixon unterstützte McCarthy

Unterstützt wurde McCarthy durch Richard Nixon, ab 1953 unter Präsident Eisenhower Vizepräsident. Später wurde Nixon selbst zum Präsidenten gewählt. Auch viele Schauspieler und Mitarbeiter der Filmbranche gerieten unter Verdacht und mussten vor Ausschüssen aussagen.

1950 behaupte Senator McCarthy, eine Liste von 205 Amerikanern zu besitzen, die entweder Kommunisten wären oder diese zumindest unterstützten. Es setzte eine regelrechte Hetze gegen vermeintlich kommunistisch eingestellte Schauspieler ein, von denen viele auswanderten oder auch, um sich selbst zu retten, andere anschwärzten. Wer als Kommunist enttarnt wurde - wobei schon eine liberalere oder linke Einstellung als kommunistisch verstanden wurde - hatte mit einem Berufsverbot zu rechnen.


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