Was kam nach Adenauer?

Bundeskanzler nach Adenauer

Ludwig Erhard wird Adenauers Nachfolger. Bald folgt ihm Kurt Georg Kiesinger nach. Die erste Große Koalition kündigt den Regierungswechsel an.

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60er jahre deutschland
Die Bundeskanzler nach Adenauer waren ab 1963 Ludwig Erhard und ab 1966 Kurt Georg Kiesinger. Dies war ein Plakat der CDU zur Bundestagswahl am 19. September 1965, in der Erhard zunächst als Kanzler bestätigt wurde. [ © Konrad-Adenauer-Stiftung / CC BY-SA 3.0 ]
Rezession 1966
Der Spiegel titelte: Ist das Wirtschaftswunder zu Ende? Tatsächlich kam es 1966 zu einer Wirtschaftskrise. Im Vergleich zu später war die Krise aber noch klein. [ © Der Spiegel ]

Die 60er Jahre in der Bundesrepublik Deutschland - einfach erklärt

Viele Jahre hatte ein Mann die Politik nach dem Zweiten Weltkrieg geprägt: Konrad Adenauer. Von 1949 bis 1963 war er Bundeskanzler der Bundesrepublik. Er gehörte der CDU an und stand für Westbindung, Antikommunismus und die Soziale Marktwirtschaft. Dies wurde auch nach 1963 weitergeführt.

Beide Nachfolger von Adenauer - Ludwig Erhard und Kurt Georg Kiesinger - gehörten ebenfalls der CDU an. Beide standen für die gleichen Werte wie Adenauer. Sie standen damit aber auch für das Althergebrachte und für die ältere Generation. Welche Politik führten sie in den 1960er Jahren der noch immer jungen Bundesrepublik? Welche Parteien und Minister es gab, erfährst du hier.

Die junge Generation begann sich aufzulehnen. Ab 1966 kam es vermehrt zu Demonstrationen. Mehr dazu unter Protest! Die 68er.
 

Die Wirtschaft schwächelt

Während die Wirtschaft in den 50er Jahren und in den ersten Jahren der 60er stetig wuchs und ein "Wirtschaftswunder" geschaffen hatte, endete dies 1966.

Zwar kam es nicht zu einem dramatischen Einbruch, aber die Wirtschaft wuchs eben auch nicht mehr wie all die Jahre zuvor. Dennoch holte man noch weiter Menschen aus anderen Ländern nach Deutschland, die als "Gastarbeiter" hier Arbeit fanden. Wie erging es ihnen hier?
 

Aufarbeitung der NS-Vergangenheit

Wie man mit der Vergangenheit Deutschlands in der NS-Zeit umgehen sollte, blieb weiter ein Thema. Während die Älteren am liebsten gar nicht darüber sprechen wollten und ehemalige Mitglieder der NSDAP oder gar NS-Verbrecher unbehelligt in hohen Positionen in der Justiz oder als Lehrer arbeiten konnten, wünschten sich die Jüngeren immer mehr eine Aufarbeitung der Geschehnisse.

Zugleich gewann die rechtsextreme NPD, die 1964 gegründet worden war, immer mehr Anhänger. Nach 1969 verlor sie jedoch wieder an Bedeutung.