Hintergrundbild Epoche

Freizeitvergnügen


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Hier siehst du ein Plakat, auf dem der Zauberer Houdini im Wintergarten, einem bekannten Varieté in Berlin, angekündigt wird.
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Sportfeste waren beliebt.
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Im Winter ging´s ans Eislaufen.
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Auch das Schlittenfahren hatte seinen Reiz.

Freizeit - ein neuer Begriff

Freizeit war ein Begriff, den viele Menschen um 1900 noch gar nicht kannten. Erst als man dazu überging, "nur" noch zehn anstelle von zwölf Stunden zu arbeiten und damit Zeit frei gesetzt wurde, konnte man auch seine Freizeit gestalten. 

Kinematographischen Vorführungen

Auch in der Zeit bis 1914 gingen die Menschen schon aus. Doch wohin gingen sie? Für Leute aus dem Bürgertum gab es Tanzlokale. Oder man ging ins Varieté, das mit immer neuen Sensationen die Menschen in die Vorstellungen lockte. Die ersten Filmvorführungen fanden ebenfalls im Varieté statt. Am Anfang hieß das noch „Kinematographische Vorführungen”. Doch bald lockten die Kinos ein Massenpublikum. Damals gab es nur Stummfilme, aber das störte niemanden, denn man kannte es ja nicht anders. Der Tonfilm kam ja erst Ende der 20er Jahre auf. Und das Kino konnten sich auch der "kleine Mann" und die "kleine Frau" leisten. 

Wandern stand hoch im Kurs

Man besuchte Sportveranstaltungen und am Wochenende ging es dann ins Grüne zum Sonntagsausflug. Viele Wander- und Spazierwege wurden ausgebaut. Dies war ein kostengünstiges Vergnügen und die Natur stand hoch im Kurs. Wandervereine führten Wanderfreunde zusammen. Und wer gerne Sport trieb, der vergnügte sich auf den Sportfesten der Zeit. 

Fahrradfahren für alle

Die wenigsten Leute fuhren mit dem Auto, eher stiegen sie aufs Fahrrad. Das Fahrradfahren erlebte um die Jahrhundertwende einen großen Zulauf. Je nachdem, wo man wohnte, war das Straßenbahnfahren etwas ganz Besonderes, das man sich nur an ganz besonderen Tagen leistete. 

Und am Sonntag in die Badeanstalt

Beliebt waren auch Ausflüge in die öffentlichen Badeanstalten. Die wenigsten konnten sich einen Urlaub an der See leisten, so musste das Badevergnügen eben anderswo stattfinden und viele Bäder trugen diesem Bedürfnis der Menschen Rechnung.

Und wenn`s mal kalt war?

Im Winter unternahm man gerne eine Schlittenfahrt und vergnügte sich im Schnee. Auch Schlittschuhe gab es schon, und wenn See oder Fluss zugefroren waren, dann drehten die Herren und Damen eine Runde auf dem Eis. Die Kleidung entsprach der Mode der Zeit: Man war mit langen Kleidern, Gehröcken und Hüten unterwegs. Trotzdem tat dies dem Vergnügen keinen Abbruch.

Vereinsmeierei

Gleichzeitig blühte die Vereinskultur auf. Ob Sportverein, Chor, politischer Verein oder Kaninchenzüchterverein, in einem Verein konnte man nun gemeinsam mit Gleichgesinnten seinem Hobby nachgehen.

Besondere Höhepunkte im Jahr waren Karneval und Kirmes. Hier gab es für die Kinder ein Kasperletheater, dressierte Tiere oder sonstige Attraktionen, wie ein Karussell, zu sehen.


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