Was geschieht in Europa?

europa nach dem ersten weltkrieg

Der Erste Weltkrieg brachte große Veränderungen für Europa. In vielen Ländern kommt es in den 1920er und 1930er Jahren zu politischen Umwälzungen.

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US-Amerikaner schauen 1918 auf eine große Karte, die zeigt, wie Europa nun aussieht. [ © Public domain ]

Europa in den 1920er Jahren

Nach 1918 veränderte sich Europa sehr. Viele Grenzen wurden neu gezogen. Neue Staaten entstanden. Aber auch in den einzelnen Ländern veränderten sich häufig die politischen Strukturen. Nicht nur in Deutschland, sondern auch in Russland und Österreich-Ungarn wurden die Monarchien gestürzt. Allerdings mit ganz unterschiedlichen Folgen. Während Deutschland eine demokratische Republik wurde, wurde Österreich-Ungarn aufgelöst und Russland wurde zur kommunistischen Sowjetunion.

So wie sich in Deutschland die politische Linke und Rechte gegenüberstanden, so war es in vielen anderen Ländern ähnlich. Auch in Großbritannien, Spanien oder Italien bekriegten sich eine sozialistisch eingestellte Arbeiterschaft und ihre Vertreter mit nationalistischen Kräften. Die gegensätzlichen politischen Lager standen sich unversöhnlich gegenüber und waren nicht zu Kompromissen bereit.

Der Erste Weltkrieg hatte aber auch Hunger und Armut mit sich gebracht, was sich mit der Weltwirtschaftskrise noch einmal verschärfte. Während in Deutschland der Nationalsozialismus aufstieg, war es in Italien der Faschismus unter Mussolini und in Spanien die Diktatur unter Franco. Autoritäre Regierungen übernahmen vielfach die Macht.

Europa war weit entfernt von einer stabilen politischen Ordnung. Viele Volksgruppen waren zudem unzufrieden, weil die neuen Grenzen oft ohne Rücksicht auf sie gezogen wurden. Das galt etwa für Polen, die Tschechoslowakei oder das Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen.