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USPD – Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands


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Schon 1916 hatte sich ein Teil der SPD am linken Flügel positioniert und die "Sozialdemokratische Arbeitsgemeinschaft" gegründet. Ihr gehörten 18 Mitglieder an, Vorsitzender war Hugo Haase. 1917 spaltete sich die SPD dann. Der Bruch war nicht mehr zu kitten.

Der linke Flügel gab nicht seine Zustimmung zu den Kriegskrediten für den Ersten Weltkrieg und war für die Errichtung einer Räterepublik. Dieser Flügel spaltete sich ab und nannte sich USPD: Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands. Die Gründung erfolgte im April 1917. Hugo Haase und Georg Ledebour wurden die ersten Parteivorsitzenden.

Spartakus in der USPD

Innerhalb der USPD blieb die Spartakusgruppe bzw. der Spartakusbund um Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg als eigene Gruppe am linken Flügel der USPD bestehen, bis sie Anfang 1919 die KPD gründet.

Von Wahlerfolgen zu Wahlniederlagen

Bei der ersten Reichstagswahl im Juni 1920 konnte die USPD erhebliche Stimmen verbuchen. Schon ab 1920 setzte aber langsam ein Zerfall der Partei ein. Während die Partei im September 1920 noch fast 900.000 Mitglieder hatte, waren es im April 1920 schon  nur noch 340.000 und 1925 rund 10.000. Bei allen weiteren Wahlen ab 1924 war die USPD nur noch eine Splitterpartei, die jeweils weniger als 1 Prozent der Wähler für sich gewinnen konnte. 1931 wurde die Partei aufgelöst.

Wer war die MSPD?

Die übrige SPD wurde bis 1919 auch MSPD (Mehrheitssozialdemokratische Partei Deutschlands) genannt.

Bekannte Mitglieder

Kurt Eisner trat 1917 von der SPD in die USPD über. Er setzte in Bayern im November 1918 König Ludwig III. ab und rief den Freistaat Bayern aus. Dort war er dann bis zu seiner Ermordung im Februar 1919 der Ministerpräsident.

Auch Richard Lipinski trat 1917 von der SPD in die USPD über. Er wurde 1918 Ministerpräsident im neu ausgerufenen Freistaat Sachsen. Schon 1922 trat er aber wieder der SPD bei.


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