Neuseeland

Neuseeland: Statut von Westminster und Wirtschaftskrise

Neuseeland ist ein Inselstaat südöstlich von Australien. Wie die anderen Dominions erhielt Neuseeland im Statut von Westminster 1931 die Möglichkeit der Unabhängigkeit. Neuseeland nutzte dies jedoch erst 1947.

 

Wirtschaftskrise auch in Neuseeland

In den 1930er Jahren wurde die Wirtschaft stark vom Staat reguliert, nachdem die Weltwirtschaftskrise auch Neuseeland stark getroffen hatte. Die Arbeitslosigkeit stieg stark an. Ein Wohlfahrtsstaat entwickelte sich ab 1935, als die Krise überwunden war.


Blick zurück

Neuseeland wurde um das Jahr 1300 von Polynesiern entdeckt und besiedelt. Das war das Volk der Maori. 1642 kam als erster Europäer Abel Tasman nach Neuseeland, betrat allerdings nie neuseeländischen Boden. Ein Jahr später kam der niederländische Seefahrer Hendrik Brouwer und nannte das Land Neuseeland, "Neues Zeeland" nach der holländischen Provinz Zeeland und in Anlehnung an "Neu-Holland", wie Australien damals genannt wurde.

1769 kam der Brite James Cook nach Neuseeland und erkundete das Land. In den Musketenkriegen bekämpften sich mehrere Maori-Stämme untereinander (1829-35). Die Briten sandten James Busby als Verwalter nach Neuseeland. Mit dem Vertrag von Waitangi wurde Neuseeland 1840 britische Kolonie.



In den Neuseelandkriegen (1843-72) kam es zu Auseinandersetzungen zwischen Maori und Siedlern. 1867 erhielten Maori das Wahlrecht und Sitze im Parlament – für die damalige Zeit äußerst fortschrittlich! Als erstes Land der Welt führte Neuseeland 1893 das Frauenwahlrecht ein. 1901 trat Neuseeland nicht Australien bei, das sich damals als Staat gründete, sondern blieb Kolonie. 1907 wurde  Neuseeland Dominion, d. h. es verwaltete sich selbst und war damit relativ unabhängig von Großbritannien. Im Ersten Weltkrieg entsandte Neuseeland wie Australien Soldaten für das Mutterland. Viele tausend Soldaten starben.